Nachbetrachtet – mein Jahresrückblick 2017

Wenn ich mich jetzt richtig erinnere, hat dieser Blog am 03. Januar 2017  – also in zeitlicher Nähe zum Jahreswechsel – das Licht der Öffentlichkeit erblickt. Großartig abgefeiert soll dieser Jahrestag dennoch nicht werden. Vielmehr bietet der Jahresultimo die Gelegenheit, mir ein wenig Gedanken über mein Dasein als (Neo-)Blogger zu machen und meine Aktivitäten im auslaufenden Kalenderjahr noch einmal zusammenzufassen.

Zunächst einmal zum Blog(gen): Ich habe diese Seite mit dem Anspruch hochgeladen, um ein für mich einfach zu handhabendes, virtuelles Touren- und Reisebuch zu betreiben. Bei Stil und Inhalten habe ich ein wenig experimentiert, aber man lernt bekanntlich nie aus und so wird es diesbezüglich 2018 noch die eine oder andere Änderung geben. Womit ich bei der Statistik angelangt wäre. Bisher gab es über 2.850 Zugriffe, wobei ich nicht sagen kann, wie „erfolgreich“ oder bekannt eine Seite damit ist. Bei den Followern bzw. Abonnenten auf der Facebook-Seite hat der Blog jedenfalls noch Luft nach oben.

Soviel zu den Zahlen und nun zum Geschehen: Das Jahr 2017 war für mich kein richtiges Reisejahr, dafür aber eine recht erfolgreiche Wandersaison. Schon vom Jahresbeginn an konnte ich mein virtuelles Tourenbuch weiter füllen. Nachstehend bringe ich eine nach Monaten gegliederte Übersicht über meine Wanderaktivitäten im abgelaufenen Jahr.

Januar:

So wie das Jahr 2016 geendet hat beginnt auch das neue Jahr, nämlich mit tiefen Temperaturen und einem der Wiener Stadtwanderwege. Deutlich weniger unterkühlt war die Stimmung zwischen meiner Begleitung Jasmin und mir auf dem Stadtwanderweg 3a auf das Hameau und zum Häuserl am Roan.

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Häuserl am Roan

Februar:

Zum Valentin gings im Wald dahin – oder zumindest am Stadtwanderweg mit der Nummer 9  durch die Praterauen. Am Monatsletzten konnte ich mich dann bereits auf die Suche nach den ersten Frühlingsboten im Wiener Donaupark begeben.

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im Donaupark

März:

In diesem Monat startete ich eine weitere – die mittlerweile dritte – Runde um Wien herum und war erstaunt, dass der von der Stadtverwaltung nicht mehr betreute W11 noch so gut markiert ist. Begonnen habe ich ihn mit dem Abschnitt von Heiligenstadt nach Purkersdorf.

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Sophienalpe

April:

Nach der bisherigen „Aufwärmphase“ begann das (Weit-) wanderjahr am Monatsersten so richtig und das ist kein Scherz. Der Abschluss des Ostösterreichischen Grenzlandweges stand mit dessen gesamten steirischen Anteil auf dem Programm. Fünfeinhalb Tage war ich von Tauchen bis Bad Radkersburg unterwegs. Kaum zurück, wurde ich von wandernundmehr.at über meine Wanderhistorie  interviewt.

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St. Anna am Aigen

Mai:

Im Mai gewann zunächst der Spätwinter die Oberhand, so dass vorerst nur die Fortsetzung auf dem W11 von Purkersdorf nach Liesing möglich  war. Das Monatsfinale gehörte dann allerdings wieder dem Weitwandern bzw. dem Voralpinen Weitwanderweg, den ich auf der Strecke von Waidhofen an der Ybbs bis nach Ebensee abhaken konnte. Beinahe hätte ich auf dieser Tour Begleitung gehabt, aber Weitwanderkollege Gtwo inspizierte den Weg schon zwei Tage vor mir.

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Totes Gebirge – Spiegelung im Almsee

Juni:

Mitte Juni erfolgte dann wieder ein Ausritt vom Weitwandern. Diesmal besuchte ich die  Ötschergräben im Mariazellerland, welche schon lange auf meiner To-do-Liste standen. Eine geplante Fortsetzung des Nordalpenweges in den Chiemgauer Alpen und durchs Kaisergebirge mußte wegen Quartierproblemen verschoben werden.

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Ötschergräben – unmittelbar nach dem ‚Ötscherhias‘

Juli:

Verschoben wurde jedoch nicht auf die lange Bank, denn Mitte Juli war es soweit. Vier Wandertage brachten mich auf dem 01er vom Gasthof Hirschbichl oberhalb von Weißbach bei Lofer bis nach Kufstein und damit vom Saalachtal zum Inn.

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Anton Karg-Haus im Kaisergebirge

August:

Dort hätte ich einen Monat später gerne fortgesetzt, die sanierungsbedingt unmittelbar bevorstehende zweieinhalbjährige Schließung der Falkenhütte im Karwendel machte aber ein Umplanen nötig. Trotz gut gefüllter Karwendelhütten bekam ich kurzfristig noch die gewünschten Schlafplätze, so dass einer weiteren viertägigen Tour (auch dieser Bericht ist noch ausständig) vom Achensee bis nach Ehrwald am Fuße der Zugspitze nichts mehr im Wege stand.

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die Falkenhütte links der Bildmitte auf der Erhebung im Hintergrund

September:

Der Lückenschluss im Rofangebirge ging sich dann leider heuer nicht mehr aus, ein früher Wintereinbruch in den Alpen machte diesbezügliche Pläne zunichte. Auch an ein Vorankommen am Voralpenweg durchs Höllengebirge war da vorerst nicht zu denken, darum machte ich statt dessen auf diesem eine neue Lücke auf und wanderte drei Tage lang von St. Gilgen am Wolfgangsee nach Bad Reichenhall. Der Wettergott hatte dann im September doch noch ein Einsehen und ließ mich am Monatsende noch das  Höllengebirge überschreiten. Inzwischen kamen auch die Wiener Stadtwanderwege nicht zu kurz, denn ein weiterer – nämlich der Stadtwanderweg 1a über den Leopoldsberg und den Kahlenberg – konnte erledigt werden, diesmal wieder in Begleitung von Jasmin.

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Aussicht vom Gaisberg

Oktober:

Am ersten Oktoberwochenende nahm ich den Stadtwanderweg 2 unter meine Sohlen, das Highlight des Monats war aber – bereits unverhofft – der Abschluss des Voralpenweges vom Attersee zum Wolfgangsee über den Schafberg. Auch im Oktober war ich nicht nur solo unterwegs, denn am Nationalfeiertag konnte ich die beiden Mitwanderinnen Jasmin und Silke für den niederösterreichischen Anteil des Bahnwanderweges von Semmering nach Payerbach begeistern.

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zufriedene Gesichter in Payerbach

November:

Oha! Erst jetzt fällt mir auf, dass im November unfreiwillig Wanderpause war!!!

Dezember:

Der letzte Monat des Jahres 2017 gehörte mehr oder weniger dem W11. Besonders schön war dabei die Winterlandschaft von Wien Liesing bis zum Zentralfriedhof zu Monatsbeginn. Noch nicht berichtet habe ich über die Fortsetzung vom Zentralfriedhof nach Eßling zwei Wochen danach. Und weil das Jahr nicht schon Mitte Dezember vorüber ist, ging sich am vorletzten Tag des Jahres noch eine gemütliche Gruppenwanderung an den Nordostrand des Günser Gebirges aus.

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Volkspark Laaer Berg

Das waren meine Outdoor-Aktivitäten 2017 in komprimierter Form, ärgerlich ist nur, dass am Zentralalpenweg wieder nichts weitergegangen ist. Aber schon schaut das neue Jahr 2018 um die Ecke und für dieses gibt es bereits Pläne, Wünsche und Hoffnungen. Welche das genau sind, verrate ich ein anderes Mal. An dieser Stelle wünsche ich allen Lesern, gesund über den Jahreswechsel zu kommen und vital ins neue Jahr zu starten. Auf ein gutes Wanderjahr 2018!

 

7 Kommentare zu „Nachbetrachtet – mein Jahresrückblick 2017“

  1. Herzliche Gratulation zum 1. Jahr Deines Blogs!
    Nicht nur höchst informativ sondern v.a. auch sehr unterhaltsam. Dein Schreibstil lässt einem nicht so schnell los 🙂
    Danke für Deine Berichte!
    UND: Auch wenn im November nix „los“ war – irgendwann darf der Körper auch einmal ruhen.

    Gefällt 1 Person

    1. Danke! Wie geschrieben, bin ich erst beim Verfassen des Jahresrückblickes draufgekommen, dass ich im November gar keine Gelegenheit hatte, wandernd unterwegs zu sein. So musste dieser Monat im Bericht eben inhaltsleer bleiben. 😉

      Gefällt mir

  2. Ein wirklich schöner und interessanter Jahresrückblick! Es war witzig, dass ich dich kurz nach Erstellung deines Blogs wegen dem Interview gefragt habe. Aber da du in Wien und somit in der Nähe wohnst und mir dein Blog gleich sympathisch war, musste ich dich fragen! 🙂 Ich wünsche dir ein schönes zweites Blogjahr und natürlich viele schöne Wanderungen!

    Gefällt 1 Person

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