Der erste Reise-Blogpost oder das anfängliche Stochern im Nebel

Zweieinhalb Jahre schreibe ich nun schon in die weite Online-Welt hinein. Mehrere Dutzend Berichte über Wanderungen, von denen manche auch ein wenig länger dauerten, sind – mit zahlreichen Bildern unterlegt – entstanden. Eines fehlt aber bislang immer noch und macht meinen Blog, der ja ein Wander- und Reiseblog sein soll, deshalb unvollständig. Richtig: ein Reisebericht, der mir die Erinnerung an viele Details einer Reise zu bewahren hilft und der dazu geeignet ist, den Lesern relevante Informationen zum Reisegebiet bereitzustellen.

Eine gute Gelegenheit, dieses Manko zu beheben, bietet sich mir jetzt, da ich frisch von einer Kaukasus-Tour zurückgekehrt bin und dabei die drei Länder Aserbaidschan, Armenien und Georgien von Ost nach West bzw. von Küste (Kaspisches Meer) zu Küste (Schwarzes Meer) bereist habe. Kleinere und größere Abstecher nach Norden und Süden inbegriffen.

Ich habe dabei viel gesehen und auch einiges erlebt, stehe oder genauer sitze daheim allerdings nun vor dem Problem, diese Menge an Informationen und Eindrücken zu sortieren und zu verarbeiten, so dass interessante Beiträge im Blog veröffentlicht werden können. Schon in den ersten Tagen nach meiner Rückkehr wurde mir klar, dass das nicht so schnell und unkompliziert von der Hand gehen wird, wie ein gewöhnlicher Wanderbericht. Bei zahlreichen von mir in der Kaukasus-Region aufgesuchten Stätten wartet in den kommenden Wochen und Monaten ein erhöhtes Ausmaß an Recherchearbeit auf mich. Bei dem intensiven Tourenprogramm konnte ich nicht bei jeder Sehenswürdigkeit oder jedem Kulturdenkmal auf Anhieb die sichtbaren bildlichen Darstellungen und deren Bedeutung sofort verinnerlichen.

Zusätzlich stellt eine vierstellige Zahl an Fotos eine große Herausforderung an mich dar. Bei einem Zwölf-Stunden-Arbeitstag ist das für mich nicht in kürzester Frist zu stemmen, weil ich im angehenden Sommer auch weiterhin meinen Outdooraktivitäten nachgehen möchte und werde.

Wie ihr seht, habe ich in nächster Zukunft vor, auf meinem Blog Neuland zu betreten. Noch stochere ich bei meinem Vorhaben im Nebel herum, weil ich noch nicht so recht weiß, wie ich es dabei anlegen werde und wie das alles zeitlich mit meinem Beruf und den Wandertouen unter einen Hut zu bringen ist. Auch über Schwerpunktsetzungen muss ich mir erst einmal den Kopf zerbrechen, denn querbeet über den Klee drei Länder vorzustellen scheint mir zum jetzigen Zeitpunkt noch illusorisch. Darum ist mir völlig unklar, wie lange ich zum Schreiben der einzelnen Beiträge benötigen werde. Meinen bislang gewohnten Wander- und Tourenberichten werde ich dennoch weiterhin treu bleiben und in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen diesbezügliche Inhalte hochladen.

So, nun aber genug geschwafelt! Ab sofort wird es für mich spannend, wie es mir bei der Erstellung meines Erstlingswerkes eines Reisepostings ergehen wird, eine Erfahrung, die jede(r) gestandene Reiseblogger(in) am Beginn seiner/ihrer „Karriere“ wohl gemacht hat.

Falls hier auch Reiseblogger mitlesen: Ist es euch dabei ähnlich ergangen oder hattet ihr viel mehr Zeit fürs Verfassen des ersten Reisepostings zur Verfügung als ich? Wie lange dauerte es, bis sich bei euch beim Schreiben Routine eingestellt hat?

(Beitragsbild: in der Höhlenfestung Uplisziche bei Gori, © BernSicht)

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